Vereinsausflug per Bus nach Krems

Unser Vereinsausflug führt uns in die berühmte, historische Altstadt von Krems und Stein, sowie die moderne Kunstmeile mit dem Karikaturmuseum und der Landesgalerie im eindrucksvollen Neubau sind vorrangige Ziele einer Tagesfahrt am 28. August 2020, die statt der coronabedingt abgesagten Sommerfahrt ins Friaul stattfindet.

Beschränkte Teilnehmerzahl. Aus organisatorischen Gründen bitte so bald wie möglich anmelden. Bild Vereinsausflug 2020 nach Krems - Vestenrohr-KarlstischSTADTFÜHRUNG DURCH DIE ALTSTADT KREMS

Auf einem geführten Rundgang durch die Altstadt Krems lernen wir das Steiner Tor, die Dominikanerkirche, den Dom der Wachau, den Hohen Markt sowie die Gozzoburg, den Pulverturm, das Mandl ohne Kopf, den zu gewissen Zeiten weinspendenden Simandlbrunnen und die Landstraße mit alten Bürgerhäusern und schönen Arkadenhöfen kennen. Im Anschluss daran genießen wir eine Weinprobe (1 Glas kostenlos)  im „Weinhimmel Krems“. Direkt beim prachtvollen Steinertor werden wir später im Kremser „Hofbräu“ zu Mittag essen.

SCHLÜMPFE, DEIX UND KREMSER SCHMIDT

Am Nachmittag steht die Besichtigung der Landesgalerie (mit Führung) sowie  des Karikaturenmuseums am Programm. Zwischen den beiden Museumsterminen lädt der Verein alle Teilnehmer  im Kaffeehaus bei der Landesgalerie zu Kaffee und Kuchen ein. Der Besuch eines Heurigen in Stein wird den Abschluss eines interessanten und informativen Ausflugstages bilden.


Anmeldungen zu der Tagesfahrt bitte an den Organisator Heinz Müller, MSc. unter 0650 / 83 51 475 oder » per Mail « . der alle Detailinformationen zu Zeitplan und Kosten an die Teilnehmer weitergeben wird.

Abfahrt: 07:45 Uhr am Busbahnhof Baden   » geplanter Tagesablauf «

Anmerkung: NÖ Card und Seniorenausweise können nicht berücksichtigt werden, da unsere Gruppenpreise schon stark ermäßigt sind. Nach derzeitigem Buchungsstand ist mit Kosten von zirka 40,- Euro pro Person zu rechnen, zuzüglich individuelle Kosten für Mittag- und Abendessen.

Mühlbach-Projekt Stufe 1: Wo „entspringt“ der Mühlbach?

Die ursprünglich für den 21. März 2020 geplante und Corona-bedingt verschobene Besichtigung der Mühlbach-Wehranlage in Baden und die anschließende Begehung von Teil 1 der Mühlbachstrecke konnte am Freitag, dem 26.6.2020 unter fachkundiger Leitung nachgeholt werden.

Der Mühlbach-Beauftragte des Schwechat Wasserverbandes, Heinz Riesner erläuterte einer leider recht spärlich erschienenen Interessentenschar fachkundig Aufbau und Technik der 6 Meter hohen Wehranlage, den Ursprung bzw.  die Ableitung des Badener Mühlbachs und wetterbedingte Probleme mit wechselndem Wasserständen, (un)vermeidbaren Verklausungen und die vielfältigen Aufgaben zur Pflege der Fließgewässer.

Mühlbachabwärts wandernd erläuterte unser bestens vorbereiteter Mühlen-Experte anhand von alten Plänen, Schaubildern, historischen Kompilationen, zahlreichen Fotos und Grafiken, wie sich im Lauf von rund 800 Jahren mitten im heutigen Baden Mühle an Mühle reihte. Im Zusammenwirken mit dem detailreichen Wissen von Hans Hornyik zur Geschichte nahezu aller für die Mühlengeschichte relevanten Bauten in Baden formte sich für den fantasiebegabten Interessenten ein lebendiges Bild früherer Zeiten.

Diese Begehung kann als perfekte Vorbereitung für die von uns geplante Entwicklung einer Handy-App angesehen werden, die im Endstadium das Thema „Badener Mühlbachwelt“ für die Allgemeinheit aufbereiten soll.

» „Wo der Mühlbach entspringt“ (PDF) «

Video: Einblick in das Einst und Jetzt der 18 km langen Mühlbachstrecke

Liebe Freunde und Freundinen des Vereins Vestenrohr-Karlstisch, liebe Mühlbachrunde,
zur Einstimmung auf unsere Wanderung entlang dem Mühlbach und der Besichtigung des Mühlbach-Wehrs in Baden am kommenden Freitag, 26. Juni 2020, übermittle ich euch einen Link auf ein Video zum Mühlbach, das in Bild und Ton die ehemalige Energieader auf seiner gesamten ehemaligen Strecke zeigt. Wie die Rückmeldungen einiger „Prätester“ zeigen, lässt das Video die Stimmung der Mühlbachepoche in besonderer Weise nachempfinden.

Wenn sie Bestrebungen unterstützen wollen den Badener Mühlbach vermehrt ins Bewußtsein zu rücken, werden sie Mitglied des Badener Kulturvereins Vestenrohr-Karlstisch, deren Mühlbach-Projekt den Sinn hat, in nächster Zeit eine Mühlenweg-App einzurichten.

« Lehrreicher Vortrag im Rolletmuseum Baden von Mag. Heinrich Tinhofer – Ersatztermin im Frühjahr 2021 »

Bei der Wiedergabe stellt bei den „Einstellungen“ die Qualität auf 1080p HD ein, damit die Grafiken scharf werden.
© Heinrich & David Tinhofer

Liebe Grüße,
Heinrich

In memoriam Dr. Rudolf Maurer

Bestürzt, betroffen, fassungslos – ganz Baden trauert tief  um seinen so plötzlich aus dem Leben gerissenen Stadthistoriker Dr. Rudolf Maurer. Ein unersetzlicher Verlust für die Stadt, für die Gesellschaft, für unseren Verein, dessen bisher  einziges Ehrenmitglied er war.

Dr. Rudolf Maurer - Ehrenmitglied Vestenrohr-Karlstisch

© Gabriela Stockmann/Bezirksblätter

Von vielen gleichermaßen respekt- wie liebevoll einfach „Dolfi“ genannt, war der vielfach ausgezeichnete promovierte Geschichtsforscher die Verkörperung der Badener Stadtgeschichte schlechthin, die er auf vielfältigste Weise über Jahrzehnte prägte: als „Leiter der Städtischen Sammlungen“ entstaubte er Stadtarchiv und Rollett-Museum, das er mit seinen Ideen der Präsentation und gezielter Öffentlichkeitsarbeit für Jung und Alt zu einem Ort der offenen Begegnung machte.  Als Publizist erschloss er die Stadtgeschichte mit seinen zahlreichen, das jeweilige Thema akribisch ausleuchtenden  „Katalogblättern“ einem stetig wachsenden Interessentenkreis, seine thematisch perfekt vorbereiteten Stadtspaziergänge erfreuten sich großer Beliebtheit sowohl bei den „alten“ Badenern wie auch bei neuen Bewohnern, die etwas mehr über die Stadt erfahren wollten. Der Kirche stets verbunden, schenkte der langjährige Pfarrgemeinderat unserer Stadtpfarrkirche mit dem über 500 Seiten umfassenden Jubiläumsband „Baden St. Stephan 1312-2012“ der Stadt und der Pfarre ein Jahrhundertwerk.

Für die Aktivitäten unseres Vereines war Dr. Maurer natürlich die personifizierte historische Kompetenz schlechthin, hatte er doch auch zu  unseren Kernthemen ausgiebig geforscht. Seine Publikationen   „Versunkene Veste – vergessenes Dorf. Die Ortschaft Rohr bei Baden“ (hsg. 2000, vergriffen), „Vestenrohr und Karlstisch. Die Ritter von Rohr – ihre Burg – ihre Herrschaft in Sage und Geschichte“ (hsg. 2008, vergriffen) und „Zu Baden auf der Braiten – vom Wirtschaftshof der Veste Rohr zur Badener Vorstadt“ (hsg. 2019, im Verein zu kaufen) sind auf der Website des Rollett-Museums online abrufbar.

Mit stets launigen Kurzreferaten zur Geschichte von Rohr, Leesdorf und Braiten, zuletzt zu unserem neuen Thema „Badener Mühlen“ war er jahrelang ein bereichernder Fixpunkt bei unseren Karls- und Karlstischfesten. Augenzwinkernde professorale Strenge legte der frühere Englisch- und Lateinprofessor nur an den Tag, wenn es galt, den in den Archiven herumgeisternden Gustav Calliano einmal mehr einer historischen Ungenauigkeit oder gar unhaltbaren Behauptung zu überführen. Unvergesslich seine Darstellung eines mittelalterlichen Banntaidings, mit der er die Bedeutung des Karlstisches als mutmaßlicher Gerichtstisch der Veste Rohr wirkungsvoll demonstrierte.

Dr. Maurer war ein Stück Baden – besser noch: ganz Baden war „in ihm“. Wer immer und wann immer man ihn mit einer Frage zur Badener Geschichte befasste, bekam man sogleich fundierte Antwort, meist mit einer humorigen Anekdote gewürzt. Für mich das schönste Kompliment, das auf ihn zutrifft: wenn immer es um gesichertes Wissen zu Baden ging, hörte man stets: „das musst Du den Dr. Maurer fragen, wenn Du es genau wissen willst“. Kein Mensch kam je auf die Idee, seine Frage an Mr. Google zu richten….

Kaum vorstellbar, dass wir dem fröhlich vorbeiradelnden, leutseligen, beredten, bescheidenen, „allwissenden“ von allen verehrten „Dolfi“ im Straßenbild nicht mehr werden begegnen können. Die erste gesamte Badener Stadtchronik nach Rollett, an der er so viel gearbeitet hat und deren Fertigstellung sein erklärtes Lebensziel  gewesen ist, wird weiter Fragment bleiben müssen.

Dein Platz bleibt leer. Danke, dass wir so viel von Dir lernen durften. Ich hätte noch gerne lange weitergelernt.
 
Hans Christian Pruszinsky

Foto: © Gabriela Stockmann/Bezirksblätter – siehe auch » Artikel im Bezirksblatt «