Benefizveranstaltung zu Gunsten des Projektes „Wegerl im Helenental“

Wiener Lieder und Badener G’schichten – Kurzweil beim Weingut Ceidl in Baden

Wir danken den beiden Badener Künstlern, Gerhard PETRIC und Markus RIEDMAYER, dass sie sich in den Dienst der guten Sache stellen und unser Projekt zur Verschönerung des „Wegerls im Helenental“ mit diesem Konzert unterstützen.

Sowohl die Künstler als auch der Verein Vestenrohr-Karlstisch würden sich freuen, wenn zahlreiche Besucher durch ihren Besuch dieser Benfizveranstaltung zu einem gelungenen und sehr unterhaltsamen Abend beitragen würden. Platzreservierung wird vor allem für größere Gruppen dringend empfohlen. Für Details klicken Sie bitte auf die Einladung.

Wie das Helenental zu seinem Namen kam

Obwohl die Herren von Rauheneck und Rauhenstein aus demselben Geschlecht stammten – jenem der Tursonen – lagen sie seit langer Zeit in grimmiger Fehde. Die Feindschaft der Alten war aber für die Jungen kein Hindernis. Des Rauheneckers Sohn war Helene, der Tochter des Rauhensteiners, in inniger Liebe zugetan. Doch nur heimlich und höchst selten konnten die Liebenden zusammenkommen. So schlich der Junker jeden Abend, als Falkner verkleidet, in die Nähe der feindlichen Burg, um die Liebste wenigstens von ferne zu sehen. Helene aber stand oben an der Zinne und winkte ihm mit dem Schleier zu.

Eines Tages jedoch verriet eine treulose Magd das zarte Geheimnis dem alten Rauhensteiner. Der wollte es erst nicht glauben, belauschte dann aber doch seine Tochter und musste mit ansehen, wie sie sich über die Zinne beugte und mit vielen Seufzern ihrem Liebsten winkte. Da überkam ihn blinder Zorn, er packte seine entsetzte Tochter und warf sie über den Felsen in die gähnende Tiefe. Aber: welch ein Wunder! Das lange, wallende Gewand des Fräuleins verfing sich in den Ästen einer Föhre, die auf dem steilen Felsen kümmerlich ihr Dasein fristete. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der kleine Baum entwurzelt und glitt mit seiner kostbaren Last behutsam zu Tal, wo der verstörte Junker erleichtert seine Liebste in die Arme schloss.

Diese wundersame Rettung erweichte den harten Sinn des Rauhensteiners: auf der Stelle segnete er den Bund der Liebenden und versöhnte sich mit seinem Vetter auf der gegenüberliegenden Schwechatseite.

Zum Gedenken an die Rettung seiner Tochter aber errichtete er dort, wo sie ein gütiger Engel unversehrt zu Tal getragen hatte, eine Kapelle. Seitdem heißt das Tal zwischen den zwei Burgen Helenental, aus der Kapelle aber ist eine schöne kleine Kirche geworden, deren Name noch heute an das Burgfräulein erinnert: die Helenenkirche.

(Entnommen aus „Der Schwefelmann“, das Badener Sagenbuch, 2. Auflage 1997. Gesammelt und nacherzählt von Dr. Rudolf Maurer, Verlag Grasl, ISBN 3 85098 2351)